Freudenberg Stiftung

Freudenberg Stiftung

Die Freudenberg Stiftung wurde 1984 gegründet. Einzelne Mitglieder der Familie Freudenberg übertrugen ihre Vermögensanteile an der ausschließlich in Familienbesitz befindlichen Firma Freudenberg auf eine gemeinnützige Stiftung. Die Ursprünge der Unternehmensgruppe Freudenberg liegen über 150 Jahre zurück.

Die Freudenberg Stiftung ist als gemeinnützige GmbH konzipiert. Die Erträge aus Kapitalanteilen an der Firma und aus Spenden werden satzungsgemäß zur Förderung von Wissenschaft, Erziehung und Bildung sowie zur Stärkung des friedlichen Zusammenlebens in der Gesellschaft eingesetzt.

Ziel der Freudenberg Stiftung ist es, durch innovative Handlungsmodelle zur Überwindung sozialer Ausgrenzung und zur Stärkung der demokratischen Alltagskultur in Schule, Arbeitswelt und Gesellschaft beizutragen. Regionale Verantwortungsgemeinschaften zu fördern, die in einer Partnerschaft mit privaten und öffentlichen Einrichtungen Praxisprojekte entwickeln, ist zentrales Anliegen.

Die Freudenberg Stiftung versteht sich als operative Stiftung, die eigene Projekte entwirft, umsetzt, weiterentwickelt und verbreitet. Sie ist aber auch offen für extern entwickelte Initiativen. Das jährliche Fördervolumen beträgt derzeit ca. 1,75 Millionen Euro.

Was wird gefördert?

Die Schwerpunktbereiche, auf die sich die aktive Stiftungspolitik konzentriert, um einen möglichst effektiven und langfristigen Mitteleinsatz sicherzustellen, sind:

  • Gleichberechtigte Teilhabe ethnisch-kultureller Minderheiten: Hier geht es z. B. um die soziale und berufliche Eingliederung von Kindern und Jugendlichen nichtdeutscher Herkunft; um die Lebensqualität von Migrant/innen, Flüchtlingen und ausgegrenzten Minoritäten; um einen von Verständnis und gegenseitigem Respekt getragenen Dialog zwischen der deutschen Mehrheitsgesellschaft und ihren kulturellen Minderheiten bzw. um die Verständigung von Minderheiten untereinander. Es geht um interkulturelles Lernen und um wirksame Strategien gegen Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus.
  • Jugendliche zwischen Schule und Beruf: Gemeint sind Fragen der Berufsorientierung und -vorbereitung, die Überwindung der »ersten Schwelle« zwischen Schule und Ausbildung sowie der »zweiten Schwelle« zwischen Ausbildung und Beruf, bzw. Arbeit. Unterstützt werden ausbildungsbegleitende Hilfen und alternative Modelle beruflicher Qualifikation, die Förderung von Eigeninitiative und unternehmerischen Kompetenzen. Initiiert und gefördert werden Konzepte, die aus dem Lernort Schule einen Lebensort und zudem einen Raum für Erfahrungslernen machen, in dem neue Formen politischer Bildung und Erziehung im Sinne demokratischer Grundwerte und Handlungsmodelle gegen Gewaltbereitschaft von Jugendlichen realisiert werden.
  • Arbeitsmarktintegration, Qualifizierung und Entstigmatisierung psychisch Kranker: Die Stiftung fördert in diesem Zusammenhang z.B. Selbsthilfefirmen, Organisationsmodelle für die Bereitstellung von Möglichkeiten für Zuverdienst und Teilzeitarbeit, geschützte Abteilungen in Betrieben, Integrationsdienste, den Aufbau von Strukturen der Selbstvertretung und Interventionen im Fortbildungsbereich. Neben arbeitsbezogenen Projekten unterstützt die Stiftung innovative Initiativen, die zum Abbau der Stigmatisierung psychisch kranker Menschen beitragen.

Förderrichtlinien

Förderfähig sind Projekte in den genannten Schwerpunktbereichen.

Nicht gefördert werden Stipendien, Forschungen, Publikationen, Tagungen und Seminare, die nicht zur Vorbereitung, Begleitung oder Auswertung eigener Praxisprojekte beitragen, Bau-, Umbau und Sanierungsmaßnahmen.

Anträge können formlos an die Stiftung gestellt werden. Das Kuratorium, das über die Anträge entscheidet, tritt zwei Mal jährlich zusammen. Eine telefonische Voranfrage ist empfehlenswert.

Symbol: »Adresse« (ein Stift zeigt auf das Adressfeld eines Briefes)

Freudenberg Stiftung
Freudenbergstr. 2
69469 Weinheim a.d. Bergstraße
Telefon (0 62 01) 1 74 98
Telefax (0 62 01) 1 32 62
E-mail: info@freudenbergstiftung.de