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Nationale Engagementstrategie

Das Bundeskabinett hat am 6. Oktober 2010 eine »Nationale Engagementstrategie« verabschiedet. Ziel der Engagementstrategie ist es, engagementpolitische Vorhaben von Bundesregierung, Ländern und Kommunen zukünftig besser aufeinander abzustimmen. Gleichzeitig sollen Stiftungen und das bürgerschaftliche Engagement von Wirtschaftsunternehmen besser eingebunden und Leistungen freiwillig Engagierter generell stärker anerkannt werden.

Die Nationale Engagementstrategie wurde in einem längeren Dialogprozess mit Akteuren der Bürgergesellschaft und Wirtschaft im Rahmen des »Nationalen Forum für Engagement und Partizipation« (NFEP) vorbereitet. Dazu wurden eineinhalb Jahre lang über 400 Expertinnen und Experten aus allen relevanten Feldern der Engagementpolitik und aus allen Sektoren (Staat, Wirtschaft, Zivilgesellschaft) in einen umfassenden Dialog eingebunden.

Das unabhängige NFEP wurde 2009 vom Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) mit staatlicher Förderung eingerichtet. Ein zentraler Vorschlag des NFEP war ein Gesetz zur nachhaltigen Förderung des bürgerschaftlichen Engagements. Seit März 2011 lag die Trägerschaft beim Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. Er führte weitere Dialogforen zu ausgewählten Themenschwerpunkten durch und erstellte entsprechende Dokumentationen und Publikationen.

Enquete-Kommission »Zukunft des Bürgerschaftlichen Engagements«

Die Enquete-Kommission wurde per Beschluss des Bundestages von Dezember 1999 eingesetzt. Der Abschlussbericht von 2002 soll einen Beitrag zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements und zur Weiterentwicklung der Bürgergesellschaft leisten. Grundlage dafür bilden eine Bestandsaufnahme, Analyse und Bewertung der bestehenden Situation sowie die Entwicklung von Entwicklungsperspektiven und Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für bürgerschaftliches Engagement.
Aus der Enquete-Kommission gingen der Unterausschuss »Bürgerschaftliches Engagement« und das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) hervor.

Unterausschuss »Bürgerschaftliches Engagement«

Der Bundesadler, schwarz auf weißem Grund.

Seit der Legislaturperiode 2002-2005 arbeitet im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend des Deutschen Bundestages ein Unterausschuss »Bürgerschaftliches Engagement«. Er wurde bisher aus 13 Mitgliedern und den Stellvertreter/innen gebildet. Eine Aufgabe dieses Ausschusses ist es, weiter an der Umsetzung der Beschlüsse der Enquetekommission »Zukunft des Bürgerschaftlichen Engagements« von 2002 zu arbeiten. Der Unterausschuss befasst sich außerdem mit laufenden Gesetzesvorhaben und Initiativen, die die Rahmenbedingungen für bürgerschaftliches Engagement betreffen. Darüber hinaus verfolgt er die Entwicklungen im Bereich der Bürgergesellschaft, pflegt den Dialog mit zivilgesellschaftlichen Akteuren und bereitet politische Initiativen vor.

Die konstituierende Sitzung des Unterausschusses »Bürgerschaftliches Engagement« in der 18. Legislaturperiode fand am 12. März 2014 statt.

Bundsamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA)

Bundsamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben

Das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) versteht sich als Ansprechpartner für alle Bürgerinnen und Bürger, die aktiv an der Gestaltung der Gesellschaft mitwirken wollen. Die selbständige Bundesbehörde gehört zum Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Familie, Senorien, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Das Bundesamt führt den Bundesfreiwilligendienst durch und hat zusätzlich zahlreiche Aufgaben im freiwilligen Engagement übernommen.

Das BAFzA ist im Jahr 2011 aus dem Bundesamt für Zivildienst (BAZ) hervorgegangen. Mit der Umbenennung haben sich auch die Aufgaben grundlegend geändert.

Bundeszentrale und Landeszentralen für politische Bildung

Politische Bildung

Wenn es um staatliche Unterstützungsstrukturen für die Bürgergesellschaft geht, sind auch die Bundeszentrale und die Landeszentralen für politische Bildung wichtige Ansprech- und Kooperationspartner sowohl für interessierte Bürgerinnen und Bürger als auch für Initiativen, Vereine und Verbände. Die Bundeszentrale und die Landeszentralen verbreiten vielfältige Informationsmaterialien und Publikationen zu unterschiedlichen Themenfeldern des bürgerschaftlichen Engagements, führen Seminare und Fortbildungsveranstaltungen durch und fördern Tagungen und Projekte zur politischen Bildung.