Businessplan

Seite 3: Management, Unternehmensstrategie, Finanzierung, Anhang

Das Management

Dieser Abschnitt soll ein umfassendes Bild über die zentralen Führungspersonen, das Team und das Personalsystem des Betriebs geben.

  • Bei der Darstellung der verantwortlichen Leitungspersonen des geplanten Geschäftsbetriebs sollten die unternehmerischen und fachlichen Qualitäten der Führung hervorgehoben werden. Lebensläufe der zentralen Akteure können im Anhang zum Businessplan beigefügt werden.
  • In Bezug auf das Team sollte die für die jeweilige Tätigkeit bedeutsame Kompetenz und Erfahrung der Teammitglieder dargestellt werden. Darüber hinaus ist das Profil der Neueinstellungen zu bestimmen, die für den Geschäftsbetrieb notwendig sind.
  • Unter Umständen ist es sinnvoll, das Personalsystem des Betriebs (Gremien- und Weisungsstruktur, Personalentwicklung) zu umreißen, in das die Personen eingebunden sind.

Die Unternehmensstrategie

Ein zentraler Punkt bei der Geschäftsplanung ist die Definition der Unternehmensstrategie, die sich auf die mittel- und langfristige Entwicklung des Geschäftsbetriebs bezieht.

  • Ausgangspunkt ist hier die Bestimmung der ressourcenbedingten Wettbewerbsvorteile und die Beschreibung von Strategien zur Nutzung dieser Vorteile am Markt.
  • In der Risikoplanung sind Faktoren zu identifizieren, die den Erfolg des Geschäftsbetriebs behindern können. Hier sollte nach internen Faktoren (etwa Management- oder Technikversagen) und Umweltfaktoren (etwa Entwicklungen des Marktes oder gesellschaftlicher Rahmenbedingungen) unterschieden werden. Für jeden Risikofaktor wird eine Strategie zur Vermeidung (soweit Einfluss darauf besteht) bzw. zur Auswirkungsminderung definiert.
  • Ferner sind die langfristigen Ziele für den Geschäftsbetrieb zu bestimmen, die beeinflussen, wie Wachstum und Entwicklung des Betriebs strategisch gesteuert werden.

Die Finanzierung

Die Erstellung eines sachgerechten und realistischen Finanzierungsplanes erfordert ein wenig betriebswirtschaftliches Grundwissen, ist aber im Prinzip keine Geheimkunst. Die drei zentralen Planungsgrößen sind hier der Kapitalbedarf, die Wirtschaftlichkeit und die Liquidität.

  • Der Kapitalbedarf ist die Summe, die insgesamt für den Gründungszeitraum des Geschäftsbetriebs notwendig ist. Er errechnet sich als Summe aus Gründungskosten, Investitionskosten, der Warenerstausstattung und der Liquiditätsreserve.
  • Für die Bestimmung der Wirtschaftlichkeit wird eine Gewinn- und Verlustrechnung vorgenommen, bei der die Erträge und Aufwendungen des Betriebs in festgelegten Zeiträumen prognostiziert werden. In der Regel erfolgt dies für das erste Jahr monatlich und für die folgenden zwei Jahre quartalsmäßig. Aus dem Ergebnis lässt sich erkennen, ob und ab wann sich das geplante Geschäft rentiert.
  • Die Liquiditätsplanung basiert auf einer Prognose der realen Zahlungsvorgänge im Betrieb und gibt somit Aufschluss über die verfügbaren (liquiden) Mittel des Betriebs in bestimmten Perioden. Auch die Aufstellung der tatsächlichen Einzahlungen und Auszahlungen sollte für das erste Jahr monatlich und für das zweite und dritte Jahr quartalsmäßig vorgenommen werden. Für Perioden, in denen sich Liquiditäts-Engpässe ergeben (also kumulativ mehr Auszahlungen als Einzahlungen anstehen), müssen Strategien zum Ausgleich der Unterdeckung geplant werden (etwa die Aufnahme von Krediten oder Darlehen).
  • Im Finanzierungsplan muss schließlich dargelegt werden, wie der Kapitalbedarf der Geschäftsgründung gedeckt werden soll. Hierfür ist aufzulisten, welches Eigenkapital der Träger einbringt und in welcher Form Fremdkapital beansprucht werden soll. Ferner sollten mögliche Sicherheiten des Trägers zur Kredit- bzw. Darlehensabsicherung aufgelistet werden.

Anhang

Der Businessplan wird durch Unterlagen komplettiert, die den Inhalt sinnvoll ergänzen. Dies könnten zum Beispiel sein:

  • Unterlagen zum gemeinnützigen Träger: Broschüre, Jahresbericht, ggf. Finanzbericht (sofern Träger Gesellschafter oder Kreditnehmer ist)
  • Gutachten, die den Geschäftsplan unterstützen
  • Gesellschaftsvertrag (bzw. Entwurf) mit Gesellschafterliste
  • Technische Unterlagen (Prospekte, Datenblätter)
  • Kopien sonstiger Verträge oder Entwürfe (z.B. Vertriebs- oder Kooperationsverträge)
  • Lebensläufe der Führungspersonen