Risiken

Die Liste der möglichen Havarien und Krisen bei der Geschäftsgründung ist lang und bedrohlich. Neben der optimalen Gründungsstrategie müssen daher auch die Stolpersteine geklärt werden: Was sind die häufigsten Probleme, mit denen gemeinnützig verankerte Geschäftsgründungen zu kämpfen haben? Welche Fehlentwicklungen treten im Gründungsprozess auf und wie wirken sie sich langfristig aus? Wie kann man den genannten Risiken begegnen?

  • Eine Geschäftsidee »versandet«, weil sich im Verein niemand mit dem Projekt identifiziert. Ein Verein »trocknet aus«, da unzufriedene Mitglieder nach der Geschäftsgründung abwandern. Die Belegschaft eines Geschäftsbetriebs »meutert«, weil sie schlechter bezahlt wird als die Sozialarbeiter beim selben Träger.

  • Oft steht die Spannung zwischen der gemeinnützigen und der unternehmerischen Logik bei der Analyse kritischer Punkte an erster Stelle. Der »Kultur-Clash« spannt sich nicht nur zwischen den Polen »Ideal« und »Markt« auf, sondern spielt sich im Dreieck von ideeller, marktbezogener und staatlich-bürokratischer Logik ab.

  • Während sich der Kultur-Clash wie ein roter Faden durch die Entwicklung von Geschäftsbetrieben im gemeinnützigen Kontext zieht, können sich beim Aufbau auch in jedem einzelnen Schritt Fehlentwicklungen ergeben, die sich auch auf den späteren Verlauf auswirken. Im Folgenden sind zehn Punkte benannt.

  • Die Suche nach einem Konzept, mit dem sich Initiativen, Vereine, Verbände und andere Träger sozialer, kultureller und gesellschaftspolitischer Aufgaben theoretisch fassen lassen, hat bislang noch keinen konsensfähigen Ausgang genommen. Die Begriffe »Nonprofit-Bereich«, »Dritter Sektor« und »Intermediärer Bereich« stehen im Raum.