Einleitung

Eine Geschäftsidee »versandet«, weil sich im Verein niemand mit dem Projekt identifiziert. Ein Verein »trocknet aus«, da unzufriedene Mitglieder nach der Geschäftsgründung abwandern. Die Belegschaft eines Geschäftsbetriebs »meutert«, weil sie schlechter bezahlt wird als die Sozialarbeiter beim selben Träger. Eine ausgelagerte GmbH »läuft auf Grund«, weil keine Sicherheiten für ein Überbrückungsdarlehen zur Verfügung stehen. Ein Zweckbetrieb »kentert« nach Fehlinvestitionen aufgrund falsch eingeschätzter Risiken… Die Liste der möglichen Havarien und Krisen bei der Geschäftsgründung ist lang und bedrohlich. Neben der optimalen Gründungsstrategie müssen daher auch die Stolpersteine geklärt werden:

  • Was sind die häufigsten Probleme, mit denen gemeinnützig verankerte Geschäftsgründungen zu kämpfen haben?
  • Welche Fehlentwicklungen treten im Gründungsprozess auf und wie wirken sie sich langfristig aus?
  • Wie kann man den genannten Risiken begegnen?


Mit dem im Leitfaden dargelegten schrittweisen Herangehen kann ein solides Fundament für die langfristige strategische Planung und Entwicklung von Geschäftsbetrieben gelegt werden. Der Leitfaden zeigt auf, wie die Entscheidung vernünftig abgewägt, das Geschäftsfeld passend gewählt, die Marktchancen systematisch analysiert, der Geschäftsplan erfolgversprechend formuliert und das Startkapital für die Gründung akquiriert werden können. In jeder der beschriebenen Phasen gibt es dabei kritische Punkte und »Entwicklungsstörungen«, die den Erfolg der Geschäftsgründung beeinträchtigen können. Eines der zentralen Probleme ist in diesem Zusammenhang der »Kultur-Clash« zwischen dem gemeinnützig geprägten Profil der Träger und den Anforderungen der marktbezogenen Orientierung.