Zielbestimmung

Im Vorfeld gemeinnützig verankerter Geschäftsgründungen sind drei grundlegende Schritte notwendig: Es muss erwogen werden, ob eine Gründung angesichts der Gemeinnützigkeit eines Trägers überhaupt sinnvoll ist, wie die langfristigen Ziele der Geschäftsgründung aussehen und  wie die Bezugsgruppen des Trägers voraussichtlich auf die Geschäftsgründung reagieren.

  • Das sozio-kulturelle Zentrum »Corso« hat Geldsorgen: Die über den Dachverband vergebene institutionelle Förderung des Trägers wird stetig gekürzt, die sozialen Dienstleistungen, die früher einmal eine Stammbelegschaft von Sozialarbeiter/innen und Pädagog/innen sicherten, sind zusammengeschrumpft.

  • In den meisten Fällen geht die Initiative zu einer Geschäftsgründung von einer engagierten Person im Träger aus oder entsteht im Gespräch zwischen Einzelnen. Die Rolle dieser Initiatoren ist entscheidend, um das Projekt gegen die natürlichen Widerstände in der Organisation zum Leben zu erwecken.

  • Sofern die vorgebrachten Argumente unter dem Strich für eine Geschäftsgründung sprechen, sind in einem zweiten Schritt die Ziele der Gründung zu bestimmen. Zur Bestimmung der Ziele kann je nach Ausgangssituation ein ganzheitlicher Prozess oder aber ein analytisches Verfahren gewählt werden.

  • Neben dem Abwägen von Argumenten und der Zielbestimmung ist es sinnvoll zu prüfen, wie eine Geschäftsgründung sich auf das Beziehungsgeflecht der Organisation als Ganze auswirkt. Oft wird davon ausgegangen, dass der Aufbau eines wirtschaftlichen Betriebes vor allem ein Kapazitätsproblem sein.

  • Bei der Abwägung einer Geschäftsgründung im gemeinnützigen Kontext sind diverse Vor- und Nachteile zu berücksichtigen. Schneller Profit wird oft überbewertet, vor allem bei inhaltlicher Überschneidung ergibt sich eine positive Wirkung. Doch es gilt auch die Gegenargumente in die Rechnung aufzunehmen.