Technik richtig nutzen

Seite 1: Overheadprojektoren

Präsentationsregeln für nützliche »Höllenmaschinen«

Overheadprojektor
Overheadprojektor (OHP)
Ein heller Lichtrand um die Folie sieht nicht gut aus und ermüdet das Auge des Betrachters

Gewöhnen Sie sich an, ein Passepartout zu verwenden, denn Lichtränder sehen nicht gut aus.

Lösung: Ein Passepartout, eine Abdeckung der nicht für die Folie gebrauchten Projektionsfläche, entweder selbst geschnitten oder – professioneller – gekauft: z. B. 3M Flip-FrameTM. Störendes Streulicht wird abgedeckt. Der ausklappbare Papierrahmen der Randabdeckung kann gut als Spickzettel genutzt werden.

Symbol: »Tipp« (eine stilisierte Glühbirne)

Wenn Ihnen jeweils ein Flip-Frame pro Folie zu teuer ist, hier eine »schwäbische Alternative”: Nur  e i n  einzelnes Flip-Frame als Dauer-Passepartout verwenden, und die Folien nacheinander hüllenlos auf dieses Flip-Frame legen. Diese Variante hat allerdings keine »Spickzettel-Funktion«.

Heftlöcher am Folien-Rand sehen am OHP extrem hässlich aus

Löcher in Folien sind unprofessionell.

Lösung: Benutzen Sie Flip-Frames als Folienhülle, und Sie profitieren von einem verdeckt eingebauten Heftstreifen.

Variante: Sie archivieren jede einzelne Folie in einer zweiseitig aufgeschnittenen Klarsichthülle. Während der Präsentation nehmen Sie die Folie aus der Hülle heraus, bevor Sie erstere auflegen. Das Herausnehmen geht viel leichter, wenn die Klarsichthülle an zwei Seiten offen ist.

Folien in Prospekthüllen aufgelegt, verlieren einen Großteil ihrer Leuchtkraft

Nehmen Sie Ihre Folien stets aus der Klarsichthülle, bevor Sie sie auflegen – es sei denn, die Folienhüllen sind zur Präsentation geeignet.

Folien, in einfachen Klarsichthüllen aufgelegt, verlieren einen Großteil ihrer Leuchtkraft. Und der gelochte Heftstreifenrand sieht projiziert scheußlich aus. Spezielle Präsentations-Folienhüllen sind hier besser, aber auch weitaus empfindlicher. Am besten probieren Sie die Lichtbrechung Ihrer Hüllen am Vortag aus.

Schalten Sie den OHP ab, wenn Sie ihn länger als 30 Sekunden nicht brauchen.

Profis schalten den Overhead aus, wenn sie ihn länger als 20 bis 30 Sekunden nicht brauchen. Besser, das Gerät ist aus, wenn sie inhaltlich fortschreiten. Bleibt es an, schadet es der Wirkung des Vortrags durch eine längst abgearbeitete Folie, die nicht mehr »passt« oder beleuchtet folienlos die kahle Wand. Wenn Geräte für den Zuschauer erkennbar in Betrieb bleiben und nicht benutzt werden, lenken sie nur ab: Also stets ausschalten.

Ingenieure werden hier einwenden, dass das häufigere An- und Abschalten die Lebensdauer der Birne verkürzt. Stimmt, aber dies ist das kleinere Übel: Der OHP ist ein Hilfsmittel für den Redner, und nicht umgekehrt.

Den sicheren schnellen Hitzetod stirbt die Birne, wenn Sie bei eingeschaltetem OHP den Spiegel zuklappen. Machen Sie das bitte  n i e.

Symbol: »Tipp« (eine stilisierte Glühbirne)

Dies gilt grundsätzlich. Dinge, die Sie beim Vortrag gerade nicht brauchen, legen Sie aus der Hand: Zeigestöcke, Stifte etc.

Sonderfall: OHPs mit Metalldampflampen - Nicht abschalten, sondern nur abdecken.

Diese OHPs erkennen Sie daran, dass nicht sofort die volle Lichtleistung zur Verfügung steht, sondern der OHP erst allmählich »anspringt«.

Hier wird nicht zwischendurch ausgeschaltet, denn der Projektor braucht bis zu 20 Minuten Abkühlzeit, bevor die Lampe wieder anspringt. Sie lassen ihn durchlaufen und decken die Projektionsfläche mit einem Karton oder einer Lederabdeckung (z.B. Schreibunterlage) ab.

Tücke dieses Objekts: Unter der Abdeckung wird es sehr heiß. Also nehmen Sie vorsichtigerweise erst Ihre Folie weg und decken dann ab. Niemals eine Folie unter der Abdeckung lassen (Gefahr des Anschmelzens, vor allem bei Farbfolien).